Karin van Aken (1971) wohnt im Brabanter Land. Im täglichen Leben arbeitet sie vier Tage pro Woche als Teamleiter in einer Sonderschule für Kinder mit psychischen Störungen, wo sie auch einen Tag pro Woche das Fach Kunst und Kultur unterrichtet.

Karins Wurzeln liegen mütterlicherseits in Dinxperlo-Breedenbroek, weshalb sie es besonders außergewöhnlich findet, in Kerkje de Rietstap auszustellen.

Kreativität ist wie Atmen für sie. Die Bildhauerei hilft ihr, ihrem eigenen Entwicklungsprozess Form zu geben. Sie hilft ihr, ihre Balance zu finden im täglichen Leben, in der Hektik einer sie fordernder Arbeitsstelle. Sie hilft ihr, in sich zu gehen, um sowohl ihre fröhlichen wie auch ihre Schattenseiten zu umarmen.

Im Beginn weiß Karin nie, wie der Stein sich zu einer Figur entwickeln wird. Meist entscheidet sie sich wegen der Form für einen Stein. Mit Hilfe von Tasten und Anschauen entscheidet sie, wo sie etwas entfernt. So formt sich auf natürliche Weise eine Figur. Am Ende kann sie genau mit dem Finger andeuten, was die Figur über sie selbst aussagt und wo sie in diesem Moment steht. Sie ist dankbar, diese Erfahrung machen zu können und zu dürfen. Ihre Inspiration bezieht Karin aus der Natur, der Stille und dem zwischenmenschlichen Kontakt. Das von ihr gebrauchte Material ist vielfach Speckstein, Alabaster, Serpentin und selten Holz.

Ihre Arbeit ist abstrakt, in oft sanften, runden Formen. Dadurch kann ein jeder seine eigenen Assoziationen zu ihren Bildern machen. Das findet sie sehr wichtig, denn wir sind doch alle einzigartig, ist ihre Meinung.

Neben der Bildhauerei gehört auch die Schriftstellerei zu Karins Lebensentwurf. Sie schreibt komplett intuitiv. Schön ist, dass in der letzten Zeit Bild und Schrift mehr  und mehr zusammenkommen. Dies wird man auch in der Ausstellung beobachten können.

Eine Ausstellung, in der Karin sich nach ihrem Gefühl in Wort und Bild der Welt zeigt: Dies bin ich!

Sie lädt alle herzlich ein, sich anrühren zu lassen.

karinvanaken[at]outlook.com